15.9. – 12.11. (2.317km)

Sambia zum 3. – und wieder verzaubert uns dieses Land mit seinen unglaublich herzlichen Menschen und vielen Fischen die sich angeln lassen wollten !
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Nach diesem völlig entspannten Grenzübergang, wo man zwar nur die Hälfte der Dokumente erstellen lassen konnte, dafür aber keiner nach extra Geld gefragt hat, ging es zum Besorgen von Versicherung, Levy fees usw. ab in die staubigen Straßen von Mbala. Nun war es schon spät, sodass wir den Tipp annahmen auf die Campsite Flower und Fern zu fahren. Und was sollen wir sagen – paradiesisch entspannt wurden wir gleich herzlich empfangen. Da die Gastgeber Jackie und Kevin enge Freunde unserer Freunde in Lusaka sind, war auch gleich klar, dass wir länger bleiben, das Auto wurde gepackt zum angeln am Farmdamm, gemeinsam Afrikas farbenprächtige sundowner bestaunt und über das Leben in Sambia philosophiert. Sambia empfing uns also genauso wie wir es vor 10 Monaten verlassen haben! Auch ein Mädelsausflug nach Mbala stand an und mit viel stoischer Gelassenheit und ein Lächeln im Gesicht zauberten wir uns mit Einkaufslisten durch das bunte Gewusel und nun weiß ich auch wo man was findet im noch so kleinsten Holzverschlag. Ungern haben wir uns getrennt und wir hoffen uns bei einem nächsten Angeltrip wiederzusehen, Danke ihr beiden !
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Da wir hier so glücklich entspannt in den Tag hinein lebten probierten wir mit Muse auch verschiedene Einstellung mit der Kamera und dem Makro aus. Pferdefliegen, Libelle, Biene, Ameise und Riesenspinne standen Modelle.
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Da unsere Freunde auf uns warteten, war wieder einmal Kilometer abreißen angesagt. Kasama war nur Halt bei Shoprite angesagt (Savanna und Windhoek Lager haben wir vermisst !) und bei der ersten Tollstation haben wir es auch hinbekommen ein gültiges Straßendokument zu erhalten – in Sambia kriegt man mit einem Lächeln alles stressfrei organisiert! Mpika war wie immer uns zu schmuddelig, aber kurz hinter Chilonga fanden wir am Berg einen Wildspot, an dem wir mit einem glutroten Sonnenurgang den Tag ausklingen ließen. Weiter ging es flott Richtung Chitiwa, wo wir beim Sohn von Kevin und Jackie in der Werkstatt übernachteten und eine Wasserpumpe am Boot wechselten. Wieder mit einem gemeinsamen Braai Abend – das ist Sambia! Noch ein kurzer Wiedersehens-Stopp bei Burkhardt in Kabwe bevor wir schon Lusaka erreichten. So ein flottes Vorwärtskommen waren wir nach Ostafrika gar nicht mehr gewohnt – die guten Teerstrassen ohne ständige Speedhumps und dank des neuen Präsidenten wurden wir auch an jeder Kontrolle nur freundlich durchgewunken.nte
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Chimbwe. Gleich wieder Getränke eingepackt mit ner Portion britischem Humor und Angelequipment und es ging an den Damm. Als ob wir nie weg waren. Wir lachen von morgens bis abends. Heinz sein Cottage wird die Zentrale. Finden Insekten zum Fotografieren, retten Mangos vor den Affen, beobachten die Vogelwelt und werden nachts von frechen Buschbabies geweckt.
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Jeden Abend erschienen pünktlich die Eulen (haben sie manchmal mit ihren eigenen Rufen anlocken müssen) – kommen sehr nahe und reden mit uns. Es sind die afrikanischen Waldeulen und auch die Hängematte gefällt ihnen.
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Jeden Tag wird um 16 Uhr zum Damm gefahren und die Angel reingeworfen. Competition is on ! Bis in die Nacht, mal mit Freunden, mal Mutterseelen alleine, mit vielen Welsen oder gar nix :-)! Demzufolge gab es dann gleich noch Kochduelle mit Fischbuletten, Fischsalat und für den süßen Zahn auch noch Kuchen und Pfannkuchen dazwischen.
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Wir genießen das Leben auf Chimbwe, treffen immer mehr neue gewonnene Freunde und lernen Lusaka immer besser kennen, auch wo man diese tollen kleinen Kohleofen bekommt. Robert hilft wieder mal Autos zu reparieren und taucht dabei ein in den sambischen Alltag mit allen Höhen und Tiefen. Ich organisiere derweil unsere Flüge nach Deutschland mit Tieren und sortiere und putze den LKW. Auch unsere Tochter soll einfliegen und der LKW untergestellt werden. Die Liste wird immer länger und es klappt nix auf Anhieb und Bedarf mitunter nächtelanger Warterei in Telefonwarteschleifen (Danke Lufthansa, ihr seid ne Katastrophe!!). Wir stellen nun Brot, Leberwurst, Marmeladen usw. alles selber her und genießen dieses Leben.
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Fast täglich ab 16Uhr, geht es rüber zur Farm zum Angeln. Barsche sind leider kaum noch vorhanden, da die Einheimischen sie mit Netzen abfischen. Wir haben ca. alle 3 Tage ein illegales Netz entfernen müssen. Dafür hatten wir mehr Glück bei den Welsen. Mit schöner Musik und super Sonnenuntergängen haben wir es sehr genossen! Markus und Silvia die wir in Tansania trafen, kamen auch nochmal vorbei und gesellten sich zu unsrem Angelspaß.
Wir wissen leider nicht wie diese Pflanze heißt. Es wurde uns erzählt, das wenn sie durch die Erde bricht, ca. 2 Wochen später der erste Regen kommt. Sie wird dann über 10m hoch.
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Heinz (mein erster Vermieter in Windhoek und guter Freund) wurde 69 Jahre und wir haben ordentlich auf Chimbwe gefeiert☺️. Da wir die Zentrale der Eulen waren wurde Heinz feierlich zum old owl man gekürt.
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Kurz danach noch Halloween Party. Eine super Community hier bei Lusaka mit sehr netten Menschen aus allen möglichen Ländern mit viel Humor und Lebensfreude. Als Medusa habe ich mit Carlyn leckeren jelly-Gin-pudding geschleckt und dann angeblich noch zu ungarischer Musik getanzt, davon weiss ich nix mehr, aber Olga hat mich sicher nach Hause gebracht…
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Mein Geburtstag kam dann auch gleich noch drauf und wie letztes Jahr auch schon, wieder auf Chimbwe mit lecker Braai, lecker dop (Brandy coke) und in grosser Runde. Dear Chimbwe-ladys, again a very deep thank you to all of you for my birthday party! Danach folgten der Rekordangeltag und das Kochduell hatte sein Finale. Auch unser Visa konnten wir problemlos innerhalb von 2 Minuten in der Innenstadt von Lusaka verlängern.
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Denn wir hatten wieder die Möglichkeit eines Angeltrips an den Lower Zambezi zur Kingfisher Lodge. 2 Tage packen und ab aufs Boot. Sofort fühlten wir uns wieder verbunden mit dem Zambezi und den Bergen, Hippos und Krokodile beäugten uns und das Kingfisher Team hies uns herzlich willkommen. Als dann noch die Elefanten vor uns durchs Wasser schwommen, standen uns Glückstränen in den Augen – das Paradies hat einen Namen.
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Angelausrüstung, Köderfische, Regenwürmer, Coolbox voller Getränke und Heinzes Padkost, Sonnencreme und Hut und abging es in den Lower Zambezi National park, die Fische warten! Nachdem Robert mal wieder zimbabwische Büsche geangelt hat und Heinz seine Tigerfische verloren hat, hab ich den 2 Jungs mal gezeigt wie das geht! Casten, blinkern, zack war er dran. Weiß gar nicht was die haben! Naja, hab mich dann mit meinem Schal in der Spule verheddert und kniete auf dem Boden rum, damit der Tiger sich nicht losreißen konnte und da die Männer sich vor Lachen nicht bewegen konnten, musste ich tapfer alleine kämpfen und es dann doch geschafft. Diesmal wusste auch Robert, dass man einen electric barbel nicht anfassen sollte und dann haben wir auch noch ein Boot aus Zimbabwe abgeschleppt und dabei Elefanten entdeckt, leider ziemlich scheu…wer weiß wieviel Wilderer sich da rumtreiben…
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Die Zeit verging viel zu schnell und man kann die Glücksgefühle auch nicht in Worte fassen, wenn man in lieber Gesellschaft den Tag mit einem farbenfrohen Sonnenaufgang über dem Sambesi startet, den 2. Kaffee im Boot genießt mit Blick auf Krokodile, winkende Fischer und rot schimmernde Steilfelsenwände im Dreiländereck Zimbabwe, Sambia, Mozambique. Hippos grunzen und Elefanten trompeten….. Die Fische springen und hinter jeder Kurve verändert der Fluss sein Gesicht, Vögel ziehen an uns vorbei, riesige Boababbäume säumen den Weg, Paviane meckern und Antilopen beobachten uns von der Uferzone. Staubig entfernen sich Büffelherden. Wir lassen uns treiben im Boot. Mal beißt ein Fisch, mal enthaken wir uns aus Bäumen. Wasserglitzern den ganzen Tag, überall zirpt, zwitschert und quakt es. Zeit für ein Sundownergetränk. Boote werden zusammen gezurrt und mit viel Lachen und Gesprächen, die die Welt retten, lassen wir uns im Dunkeln treiben bis der Mond aufgeht… mal leuchten, wo welches Ufer ist, zu was gehören diese Augen und wo schlafen die Hippos bevor wir unseren Landesteg finden und bei leckerem Essen den Tag ausklingen lassen, um dann bei Hyänenrufen einzuschlafen. Für die kleinen Bewohner hatten wir diesmal auch Zeit.
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Beim Abschied habe ich kein Wort rausgebracht so schwerfiel es mir und schnell fuhren wir viele Kilometer, um nicht in die Versuchung zu kommen umzudrehen. Ein schön gelegener Wildspot an einem Damm versüßte den Abschiedsschmerz und schon am nächsten Tag erreichten wir Livingstone an den berühmten Victoria Wasserfällen, auch Mosi-oa-Tunya genannt, was donnernder Rauch bedeutet. Diesmal wollte ich mir diese nochmal anschauen, denn zur Trockenheit hatte ich die imposanten Wasserfälle noch nicht gesehen. Robert blieb im LKW mit Olga da er diese schon so oft gesehen hat, Hunde nicht erlaubt waren und es außerdem auch keinen SADEC Discount mehr gab für Namibier. Robert und Olga hatten aber ihren Spaß mit den frechen Pavianen, während ich mich erfreute an den breiten Wasserfällen (1708m) mit 108 m Höhe, welche Sambia und Zimbabwe voneinander trennen. Es wäre die richtige Zeit gewesen dank des wenigen Wassers um zu den devil pools zu wandern, um dort direkt an der Kante zu schwimmen. Mittlerweile nur mit Guide und horrenden Gebühren in US$ erlaubt.
Dann war mal wieder ein PCR Test fällig bevor es weiterging an die Grenze nach Botswana – über die neue Brücke und Grenzgebäude in Kazangula. Überaus geordnet und korrekt lief alles zügig ab, nur die hohe Gebühr der Brücke missfiel uns.