12.11 – 18.12. (2.479km)

Da wir ja, wie gesagt, nicht mit der Orange bis nach Europa fahren konnten (Bürgerkrieg in Äthiopien), hatten wir aussichtslos versucht, den LKW in irgendeinem Land unterzustellen. Der Plan war zum 70. Geburtstag meiner Mutter in Deutschland zu sein. Somit blieb nur nach Namibia zurückzufahren, Wagen abstellen und fliegen. Wir fuhren recht zügig zurück. Entschieden uns aber, diesmal noch über Botswana zu fahren.Das bedeute wir haben recht problemlos und zügig die neue Brücke nach Kongola zu nehmen, was aber mit ziemlichen Gebühren verbunden war. Wenigstens die Grenzformalitäten waren zügig erledigt. Keine nervigen Grenzfixer und keine hohe Gebühren für den LKW oder Visa. Das neue Grenzgebäude war klimatisiert und alle waren freundlich.
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Gleich nach der Grenze in Botswana sind wir im Thebe River Camp abgestiegen und ich bin gleich mal wieder los um Gas in die Klimaanlage einzufüllen. Nach ein paar Tagen der Erholung ging es südlich runter Richtung Nata. Auf halber Strecke fanden wir einen super schönen wildspot zum schlafen, direkt an einen Wasserloch (eigentlich mehr Modder) mit hunderten Elefanten-Besuchern. Es gibt einfach nichts atemberaubendes als mitten in der grandiosen Natur mit diesen majestätischen Tieren zu verbringen und ihnen stundenlang beim Planschen zuzusehen.
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Wir haben dort Dwight und Lucia kennengelernt, die auch mit einem Hund reisen und hatten zwei tolle Tage gemeinsam. Sobald mal keine Elefanten am “Wasserloch” waren, haben sich unsere zwei Tiere bis nach vorne gewagt um alles auszukundschaften. Ist immer wieder toll zu sehen wie die Tiere das alles so machen. Leider zogen dicke Regenwolken auf und wir mussten den Platz verlassen, da wir sonst nicht mehr dort rausgekommen wären (also nicht so einfach jedenfalls😊).
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In Botswana ist es nicht so einfach irgendwo mit Hund und Katze unterzukommen und die Camps sind teilweise sehr teuer. Wir wollten eigentlich hoch zum Kwai Community Camp. Es ging aber nicht wegen unseren Tieren. Somit sind wir Richtung Delta gefahren, soweit es über die Brücken ging, bis die letzte nicht mehr passierbar war. Kurzer Stop mit Badeeinlage von uns Vieren, dann einfach rechts dem Wasserlauf folgen und Schlafplatz suchen. Hat sich sehr gelohnt, wir waren alleine und hatten einen klasse Sonnenuntergang mit einem Feuer.
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Von Maun ging es dann mit zwei Übernachtungen zügig Richtung Namibischer Grenze. Hier haben wir uns neben einen “Oldtimer” gestellt
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In der Nähe von Gweta gibt es eine an den Menschen angepasste Herde Erdmännchen. Die Bilder sind allerdings von unserem letzten Botswana Besuch. Teilweise rennen sie über einen rüber wenn sie spielen. Es ist auch total interessant wenn sie vor einem Skorpione ausbuddeln und fressen. Geschickte kleine Stinker. Wegen dem Regen sind wir leider nicht zu der an Menschen habituierte Gruppe rangekommen.
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In Namibia (Windhoek) angekommen, ging es natürlich gleich auf mein Motorrad, in die Berge. Wir hatten einige Sachen zu erledigen und konnten bei unserem alten Nachbarn Derrick ein paar Tage stehen und wurden übrigens top versorgt😊. Wir hatten noch Zeit bis zum Abflug und blieben eine Woche in Swakopmund bei Freunden fast direkt am Strand. Wir haben uns öfter gefragt welcher Ozean uns besser gefallen hat, sie sind beide recht unterschiedlich und auf ihre eigene Art gleich schön. Wieder war ein PCR Test fällig, langsam wird es teuer… Das neue System diesen vorzulegen via Trustee Traveller hat an der Grenze wiedermal keinen interessiert weil es keiner kann. Alles nur pro Forma mit grossen Worten angekündigt und in der Praxis nicht umgesetzt. In wenigen Minuten waren wir zurück in der Heimat. Mit vielen Gedanken an unsere 13 Montage Reise nach Ostafrika ging es einer Fahrt bis fast nach Windhoek weiter. Bei unserem Freund Markus stoppten wir um das Unterstellen des LKW’s zu klären und waren gleich wieder gefühlt zu Hause…. mit Sundowner Fahrt und vielen lustigen Gesprächen!
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Über die Mondlandschaft und die Spitzkoppe ging es dann zurück Richtung Innland. In Windhoek durften wir noch viele Freunde wiedersehen und hatten aber noch mächtig Stress da ja Namibia über Nacht als Virus Varianten Gebiet deklariert wurde. Die “Omikorn” Variante war noch gar nicht da ins Namibia, und wurde in Südafrika entdeckt, da gab die schon überall. Zack wurde die Einreisen so verschärft, dass gleich wieder der so wichtige Tourismus zum erliegen kam, die gedrückte Stimmung kann sich keiner vorstellender… reinste Wahnsinn. Das hat sich gar nicht mehr richtig angefühlt für uns. Wir konnte keine Informationen im Internet finden wie wir das nun anstellen wegen der Quarantäne.. wir wollten ja nach Frankreich zuerst. Und unsere Impfung mit Sputnik wurde auch nicht anerkannt. Es gibt ja eh schon genug zu erledigen, das nun auch noch… zudem mussten die Tiere auch noch mit und der übliche Papierkram stand an…. Wie wir die Einreise nach Frankreich dann mit diesen Umständen doch noch hinbekommen haben lest ihr im nächsten Bericht !
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Glücksland hat Markus seine Farm genannt. Markus kennen wir schon ewig, dort wird die Orange stehen bis wir zurück sind. Wir haben uns ein Plätzchen für die letzten Tage direkt am Damm gesucht und fast noch festgefahren. An dem Tag, an dem wir zum Corona Test nach Windhoek mussten, hat Pommes beschlossen auf Erkundung zu gehen. Somit sind wir ohne sie los, haben aber als Zeichen das wir wiederkommen unsere Koffer zurückgelassen. Nachmittags saß sie meckernd im Kameldorn Baum. So, dann mal los nach Europa …