22.3. – 2.9.2020 (5.512km)

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Über 2 Wildspots am wunderschönen Oranje gelangten wir zum NWR campsite “ Booplatz”
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Und was sollen wir sagen, hier verbrachten wir herrliche 5 Wochen im Lockdown mit Sternenhimmel-, Mond- und Vogelfotografie, unterbrochen von erfolglosen Angeltrips, und das Kajakfahren müssen Robert und ich auch noch mal verbessern. Unsere Kinoabende unter dem Vollmond, Jogginganfälle durch die einsamen Berge im Abendrot, allmorgendlicher erfrischender Schwimmspass, Sundowner’s am Fluss mit Fischadlerkonzerten, tägliches zusammenklauben diverser Utensilien dank der frechen Affenbande, Vorstellung der harmlosen Gartenschlange, Einzug des Schafehütehundes Hannelore aus Südafrika ( die immer wieder zu uns zurückschwamm..), Musik verschönerte laue Nächte und diverse Kochduelle haben uns diese Zeit trotz vieler Gedanken zu Corona schnell vergehen lassen ohne dass wir einen Lagerkoller erlitten.
Robert durfte dann auch gleich ran nach dem Motto arbeiten gegen Logis.
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Da ja viel Zeit war, habe ich mich mal mit solchen Dingen mehr beschäftigt.
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Fast wehmütig machten wir uns am 6. Mai auf den Weg Richtung Windhoek. Geniesserisch fuhren wir durch die abwechslungsreiche Bergwelt entlang am Oranje im Ai-Ais NP durch Aussenkehr mit seinen unwirklich wirkenden grünsatten Weinanbaugebieten, in den Gondwana NP zum Fischfluss Canyon – der Zweitgrößte nach dem Grand Canyon. Leider verbot uns Gondwana die Zufahrt zum Canyon als auch zB beim Canyon Roadhouse zu stehen, sodass wir dann aber einen wildromantischen Wildspot an einem alten Bohrloch mit Windmotor entdeckten. Ueber den Nautedamm und der Kristallkellerei ging es zurück in unsere geliebte Tirasberge. 1. Stopp war Namtib Biosphere Reserve, hier wurden wir von allen Namtibianern herzlich mit sundowner willkommen geheissen und durften mal wieder dieses magische Fleckchen Erde geniessen in all seiner Farbenpracht.
Gerade mal 40 km weiter stoppten wir bei unseren nächsten Freunden auf der Ranch Koiimasis – hier waren wir oft zu Westernreitkursen, und auch diesmal kam ich den Genuss eines wunderschönen Rittes zu den Felsmalereien. Ein lustiger Braaiabend im Saloon machte die Wiedersehensfreude komplett. Leider sind alle Bilder auf meinem Handy dazu weg, da ich es beim Quadbike rumdüsen überfahren habe….
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Gerade mal 20 km weiter sind wir zur Farm Landsberg gekommen um einen weiteren Freund zu besuchen, dessen neue Campsite wir eingeweiht haben – am folgenden Tag sind wir 16 km in die Tirasberge gewandert zum höchsten Punkt mit anschliessendem Braaiabend bei den Farmern.
Danke an alle liebgewonnenen Freunde der Tirasberge für die herzlichen gemeinsamen Abende!
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Zurück in Windhoek hab ich die MZ 150TS von einem Freund zusammengebaut, die wir damals noch lackiert hatten. Dann ging es ur Farm Hochfels bei Whk. Die Orange weigerte sich dort auf einmal zu starten. Hmm … ich dachte es kann ja nichts sein was ich nicht finden kann. Nach einer Woche Fehlersuche mussten wir den LKW zu Isuzu schleppen. Dort wurde dann nach zwei Wochen der Fehler gefunden. Ein defekter Nockenwellensensor … so einfach! Problem war allerdings, dass der Bordcomputer keinen Fehlercode ausgegeben hatte. Um den Fehler zu finden half nur ein zweiter LKW und fleissiges Teile tauschen… Nebenbei haben wir mit der Farmerfamilie fleissig Biltong und Trockenwurst produziert. Ach, und natürlich war auch wieder einmal Zeit zum Wäschewaschen und Grossputz angesagt. Zwischendurch gab es viele unangenehme Termine in Windhoek wie Zahnarzt, Behoerden usw, aber auch lustige Farmtage in der Umgebung mit Geburtstagen und Farmrundfahrten. Zwischendurch war mancher Tag tränenreich, da unsere Tochter ihre Abiturfeier ohne uns geniessen durfte, denn unsere Flüge wurden storniert und wann die Grenzen Namibia’s aufmachen ist fraglich.
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Robert durfte sich auch mal im Traktorreparieren versuchen und bis die Teile kamen sind wir nach Koes gefahren – das jährliche Spektakel der Koes Pan Ralley war natürlich abgesagt, aber unser harter Kern fuhr trotzdem voll bepackt mit Campingausrüstung, Feuerschalen, Musikanlage mit Boxen, Hänger voller Bikes und Quadbikes und viel lecker Essen und Getränken. Hier waren in der Salzpfanne die Jungs wieder in ihrem wilden Element mit Gashebel aufdrehen und über die Pfanne brettern und die Dünen hoch und runter ( mit mir hinten drauf, Hauptsache nur der Ehemann hatte einen Helm auf !), und sich im Wheelies üben – diesmal gab es nur ein paar Schrammen. Die Nacht wurde durchgetanzt um’s Feuer mit schallender ACDC Musik und Lichtanlage. Die vorbeifahrende Pferdekutsche der Jung’s wurde gestoppt und kurzerhand die Hengste ausgespannt und mit zwei Schnürchen als Trense ging es für mich ohne Sattel zügig die Dünen hoch und runter. Was ein Spass. Vor lauter Aufregung hat keiner fotografiert. Wie jedes Jahr eine grandiose gemeinsame Zeit !
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Da sich die Grenzen Namibia’s noch auf lange Sicht hin nicht zu öffnen scheinen, beschlossen wir das Kaokoveld zu erkunden. Über Outjo, die Khowaribschlucht ( hier fliest ganzjährig ein Bach mit Wasserfall ) und Sesfontein ging es hinein in die Okongoro plain, Richtung Hoanib Flussbett. Heimat der Wüsten angepassten Elefanten. Gesehen haben wir dank des tollen Sandsturms erstmal gar nix, aber diese sichtlose Aussichtsstimmung hatte ihren ganz eigenen Reiz. Am nächsten Tag ging es mit abgelassenen Reifendruck hinein in den Sandkasten des Hoanib – unsere Orange kämpfte sich tapfer durch den tiefen Sand – vorbei an Schilfgesäumten Wasserstellen und riesigen Anabäumen, welche die Elefanten bevorzugen. Prompt hüpfte auch gleich einer vor die Kamera mit einer Streckübung um die Blätter zu erreichen. Danach gab’s eine kleine Sportübung für uns, denn Robert hat erstmal die Orange festgefahren. Dank der Sandbleche und Beate’s Buddelkünsten waren wir aber ruckzuck wieder raus und fanden im Flussbett bei einem tollen Trockenbaum am Felsen einen Schlafplatz – den anscheinend nicht nur wir attraktiv fanden, sondern auch die Löwen des Hoanib – alles voller Spuren und der Schlafplatz war auch gut plattgelegen. Unsere Katze hat erstmal grössenwahnsinnig drübermarkiert…Prompt bekamen wir nach Einbruch der Dunkelheit neugierigen Besuch von 5 Löwen, die wie im Kino Platz nahmen und die Orange begutachteten mit uns als Inhalt. Am folgenden Tag ging es weiter durch dieses grandiose Flussbett mit immer wechselnder Landschaft, vorbei an den üblichen Verdächtigen wie z.B. Giraffen, Oryxantilopen und Straussen bis wir endlich doch noch überglücklich eine ganze Herde Elefanten mit Kleinen vorfanden. Strahlend beobachteten wir diese sanften Riesen mit ihrem ausgeprägten Sozialverhalten bis wir uns entschlossen rechts an ihnen vorbeizufahren – was nach einer Rechtskurve mitten im grossen Teil der Herde uns stoppen lies. Herzklopfend nahmen wir aber wahr, dass diese Herde absolut entspannt war und sich gerne beobachten lies. Selbst ein Baby kam vor den LKW gelaufen und zeigte uns erstmal stolz seinen Zweig. Voller Dankbarkeit für diesen Glücksmoment verliessen wir den Hoanib wenig später in den Verlauf des Sawurogab, wo wir mit Klettern und Lagerfeuer den wunderschoenen Tag ausklingen liessen. Zum morgendlichen Kaffee guckten erstmal die Giraffen hinter dem LKW hervor bis wir uns auf gemächlicher Fahrt Puros erreichten und uns dort ein Plätzchen im Hoarusib suchten – direkt neben frischen Hinterlassenschaften der Elefanten, Robert backte gleich enthusiastisch sein Brot, aber die Elefanten tauchten nicht noch mal auf.
In Puros gelang es uns nach einiger Rumeierei noch Wasser zu ergattern bevor wir uns durch den Khumib und auf der D3707 aufmachten den Bären des Kaokolandes zu finden. Eine bizarre Landschaft in allen Farbtönen erwartet einen hier, mit Aussicht auf die Berge und Dünenlandschafft bis hin zur Küste (wenn man klettert), flankiert von einigen Steinskulpturen eines nicht namentlich erwähnten Künstlers Namibia’s. Mit vielen Zebra-, Oryx- und Springbockherden begleitet durch endlose Weite erreichten wir Orupembe für ein kühles Getränk. Hier waren wir schon mal August 2010, als wir die Skeletenküste bis zur Kunene Flussmündung fuhren – Bilder hierzu unter vorherigen Reisen.
Durch das Flussbett des Khumib ging der Weg bis hoch ins Camp Marble, wo wir 2 Tage lang die dortige Vogelwelt genossen. Nun folgte unser Weg über die Otjiha Plain auf schmalen Geröllwegen rauf und runter und mit viel Äste absägerei über Otjihaa zu einem Schlafplatz unter einem mächtigen Baobab Baum. Hier besuchten uns eine liebe Himbamama auf ihrem Esel mit 2 Kindern. Endlich fand unser Klamottensack eine dankbare neue Besitzerin, welchen sie aber nur annahm im Tausch für ihre Schuhe. Der nachfolgende Himbachief im dicken Bakkie sprang nur aus seinem Auto ohne Gruss und forderte sofort Essen und Medikamente. Kein Kommentar.
Am nächsten Tag ging es für uns leider nur kurz weiter – die Strecke über die Berge war für die Grösse unseres LKW’s nicht mehr machbar und alleine auch nicht ratsam. Seufzend drehten wir um und fuhren zurück über Orupembe und Puros durch das wunderschöne Tal des Gomatum nach Sesfontein. Die weitere Strecke bis nach Opuwo war neu gemacht und führte entlang riesiger Baobaballeen bis zum Kunene hoch, wo wir uns in der Nähe der Epupafälle im Epupa Camp mehrere Tage niederliessen, dank des Special’s für Namibier und der wunderschönen Lage am Fluss mit Sandstrand, Affen und Krokodilen. Am Kunene entlang ging es auf der mittlerweile guten Strecke der D3700 weiter zum Camp Connie wo ich, Beate doch noch schwimmen war und wir freudig den Studienplatz unserer Tochter feierten. Auf dem weiteren Weg zu den Ruacanafalls wollte Robert Beate’s Buddelkünste nochmal testen und hat bei einer sandigen Flussbettdurchfahrt den Allrad nicht richtig eingeschalten….
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Baobab’s und Ovamboland
Die Strecke von Ruacana über Uutapi, Oshakati und Eenhana führte uns mitten durch das dichtbesiedelte Ovamboland, welches uns positiv mit freundlichsten Bewohnern überrascht hat! Die ebene und sandige nordzentrale Region wird durch zahlreiche Wasserwege, genannt Oshana’s durchzogen. Hier gibt es wieder an vielen Farmstalls Farmprodukte und frischen Fisch zu erstehen. Ebenso wird hier teilweise die Polygamie gelebt und noch von König und Königin in Königsgehöften regiert, welche aufgrund von Alter, Reife und Familienverhältnissen gewählt werden. Vorbei an vielen Makalanipalmen, Mopane, Marula, wilden Feigen und Dattelbäumen entfaltete sich der ganze Reichtum dieser sehr entwickelten Gegend. Diese Bäume liefern alle Früchte und Flechtmaterial, zudem wird der bittere Saft des dornigen Oombobusches als Medizin gegen die hier sehr verbreitete Malaria verwendet.Die Menschen leben hier traditionell mit Kunsthandwerk, sammeln von Moppanwürmern, Bienenzucht, produzieren von Marulaöl, Handel, Rinderzucht und Landwirtschaft. Die Teerstrassen sind allerdings neu, finanziert von der Deutschen Zusammenarbeit…
Übernachtet haben wir in Uutapi unter einem mächtigen, ausgehöhlten 875 Jahre alten Baobab, der eine Kirche beinhaltet mit ca. 30 Metern Umfangs.. Der Baobab, als Baum des Leben’s ist mein Lieblingsbaum, haben mich seit langem inspiriert fuhr meine interaktiven Kunstinstallationen. Wertvoll als Landmarkierung, Himmelsrichtungsweiser und Wasserspender. Reich an Ressourcen wie Vitaminen und Material zum Flechten kann alles verwendet werden an Rinde, Blätter, Blüten, Früchten und Wurzeln,selbst die Blätter finden im Salat Verwendung, aber auch medizinisch brauchbar zum Fiebersenken und Malaria untersetzender Behandlung. Nicht zuletzt dient er auch als wichtiger Treffpunkt für das afrikanische Dorfleben, das Ubuntu, die Zusammengehörigkeit und Ratsversammlungen werden gerne unter der Schirmherrschaft des Baobab abgehalten – wenn er nicht ausgehöhlt gerade als Wohnraum, Schutzraum, Lagerraum, Poststation, Begräbnistätte, Gefängnis oder Kapelle verwendet wird.
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Nach einem Reifenwechselstop am Kavango und einem süffigen Abend an der Bar des Hogo camps bei Rundu ging es in einem Rutsch an den Kwando – dort hatten wir uns mit Verena und Wolfgang von Gritschontour verabredet, die wir vorher nur von FB kannten. Und was sollen wir sagen, wir haben uns gleich auf Anhieb super verstanden und sind erstmal eine Woche miteinander versackt mit Blick auf den Kwando mit Hippos und Krokodilen. Eine Tigerschlange hat uns unsere Katze auch vorgeführt.
Es war herrlich mit lieben Gleichgesinnten die Tage mit lustigen, interessanten, anregenden und informativen Gesprächen füllen zu dürfen. Umsomehr freute es uns dass die beiden uns noch für 3 weitere Tage in den Mudumu NP begleiteten, wo wir unsere endlosen Gespräche bei Kaffee, Braais und Lagerfeuern unterm grandiosen Sternenhimmel auf der schönen Campsite nr. 3 am Kwando fortsetzen konnten, umringt von zahlreichen Tieren:
Hippofamilien, die tagsüber in der Sonne faulenzten, abends ihr Grunzkonzert zum Besten gaben und sogar nachts neben unserem Schlafplatz zum Grasen kamen – unsere Katze hat sich neugierig bis auf 3 Meter genähert, was diese garnicht gestört hat. Viele Bienenfresservögel flogen auch um uns herum. Elefantenherden mit Babys gaben sich vom Besten mit zahllosen grossen Herden in der Ferne, hinter dem Camp, neben dem Camp, nachts durchschwimmend…. Bei einer Herde war ein ganz Wasserverrückter dabei, der von Tauchaktionen mit Purzelbäumen und Rolle vorwärts nicht genug bekommen konnte. Ganz nah besuchten uns auch die Gnuherde und viele Roanantilopen, die Giraffen, Zebras und Kudus hielten sich in der Ferne auf. Nachts durften wir dem Hyänen und Löwengebrüll lauschen. Der Wahnsinn !! Selbst morgens beim Gassigehen mit Hund und Katze hinter den LKW’s stapften plötzlich 2 Elefanten 24 Meter vor uns aus dem Gebüsch heraus – erschrocken bin ich langsam rückwärts nach hinten geschlichen, während die Katze mutig sitzen blieb und die 3 sich neugierig begutachteten – war kein Problem und sehr interessant zu beobachten wie die grauen Riesen reagiert haben. Von da an waren die Elefanten die neuen Freunde der Katze, denen sie ohne Scheu begegnete. Am letzten Tag kam eine Elefantenherde, die mich mit ihrem verhalten wundern lies – ein paar blieben hintern Gebüsch stehen mit Grummellauten und Trompeten ohne sich zu Bewegen, andere verliessen die Gruppe oder liefen umher. 2 Stunden später zeigten sich 2 Elefantenkühe mit einem noch ganz wackeligen kleinen Baby. Am nächsten Morgen entdeckten wir zahllose Geier und ein Rudel Wild Dogs, sehr selten ! Diesem Ereignis gingen die Männer nach und entdeckten die Nachgeburt des Elefanten ! Am Nachmittag verliessen uns die Gritschis – wir sind dankbar euch beide kennengelernt zu haben und die gemeinsame Zeit wird uns glücklich in Erinnerung bleiben – hoffentlich gibt es ein Wiedersehen!
Wir wollten noch 1 weitere Nacht in diesem herrlichen Spot verbringen, wurden jedoch vertrieben von anderen Campern die angeblich diese Campsite gebucht hatten. Somit fuhren wir durch den dicken Sand zurück Richtung Ausgang, beschlossen aber wegen der späten Stunde am Ende des Grasfeldes sehen zu bleiben – zum Glück, denn kurz dadrauf kam über die ganze Brandbreite des Feldes eine Riesenherde Elefanten von zusammengeschlossenen Clans, Wir schätzen ca. 500-700 Tiere, die erst im Abstand an unserem LKW vorbeiwanderten, als sich der Kreis um uns zu schliessen begann sammelten wir aber schnell die unerschrockenen Katze ein und setzen uns in den LKW, denn es waren schon Massen an Tieren die rechts und Links mit nur einem Abstand von 4 Metern am LKW vorbeizogen – Fotografiert haben wir nicht mehr, die Klickgeräusche der Kamera irritierten sie dann doch und wir genossen, wenn auch leise atmend dieses einmalige Schauspiel, welches mich ganz klein werden lies und demütig die Tierwelt geniessen lies.
Morgens gabs noch frische Löwenspuren vor dem LKW bevor wir weiter in den Mamilipark fuhren. Hier begegneten uns viele Warzenschweine, Impalas, Lechweantilopen und die seltene Puku Antilope. Diesmal kein Löwe, aber das schöne Portrait vom letzen Besuch wollen wir euch nicht vorenthalten.
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Dieses Kleine wurde versteckt im Gebüsch bei unserer Campsite geboren und war ca. 2-3 Std alt. Rechts sieht man die Nachgeburt. Elefanten werden nach 22 Monaten Trächtigkeit mit ca 100 kg Geburtsgewicht geboren und wachsen stetig fast das ganze Leben lang bis sie ca. 3-4 Meter gross sind und ca. 4,5 (w) – 10 (m) Tonnen wiegen können. Merkmal ist sein rein aus Muskulatur bestehender Rüssel der zum atmen, riechen, saugen, greifen, tasten, als Dusche und Schnorchel, Werkzeug und Waffe, aber auch zur visuellen, taktilen und vokalen Kommunikation dient. Lautlos bewegen sie sich auf Zehenspitzen mit Ballenpostern fort, welche als Stossdämpfer fungieren. Elefanten gehören mit ihren grossen und komplexen Gehirnen zu den intelligentesten Tieren, welches ihnen eine grosse Lernkapazität, ein Langzeitgedächtnis und emphatisches Verhalten gibt.
Hervorzuheben ist ihre ausgeprägte soziale Familien und Herdenstruktur die aus Respekt, nicht Dominanz geleitet wird, mit Unterstützung z.B. kranker Tiere, verwaister Babys und Sterbenden – sie trauern, begraben ihren Artgenossen und halten Totenwache ab. Viele der von uns gesichteten Elefanten waren in der sogenannten Musth, der Brunftzeit, wo eine Sekretabsonderung aus den Schläfendrüsen abgesondert wird. Elefanten haben ein grosses Spektrum an verschiedenen Kommunikationsmöglichkeiten wie zB akustisch, chemisch über Botenstoffe, Körpersprache, Berührung, seismische Schwingungen und Infraschall. Die Schallwellen werden über den Boden gesendet und mit Druckrezeptoren in den Füssen und der Rüsselspitze empfangen.
Elefanten besitzen die grossartige Fähigkeit mit über 70 unterschiedlichen Tönen zu kommunizieren, aber sie können sogar Dialekte und Fremdsprachen erlernen. Ein afrikanischer im Zoo gehaltener Elefant war in der Lage die Zirpgeräusche seiner asiatischen Elefantendamen zu erlernen, im Gegensatz zu seinen afrikanisch gebräuchlichen Brummeltönen und in Kenia hat eine Elefantnendame LKW Geräusche täuschend echt nachgeahmt. Elefanten in Namibia verstehen z.B. die wiedergegebenen Tonband Warnrufe kenianischer Elefanten nicht. Auch reagieren Elefanten sehr gut auf Tierkommunikationen mit dem Menschen. Wollen wir hoffen diese wundervollen Geschöpfe bleiben uns noch lange erhalten und es gibt langfristige umsetzbare Lösungen im Mensch-Tierkonflikt wegen dem begrenzten, immer kleiner werdenden Lebensraum und der Wilderei. Wir sind sehr dankbar soviel beeindruckende Begegnungen mit dem afrikanischen Savannenelefanten erleben zu dürfen.
Das haben wir natürlich alles nachgelesen wegen der Geburt, Vieles wussten wir nicht.
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Wir hatten Glück eine Zibetkatze vor die Kamera zu kriegen. Die Kameras waren drei Nächte im Einsatz. In der Zweiten kamen gleich drei Katzen zwischen halb zwei und drei Uhr morgens zum saufen.