01.01. – 03.02.2021 (2.926km)

.
.
Das neue Jahr startet wunderbar relaxed mit schönem Sonnenaufgang am Kilwa Beach. Über die verfallenen Ruinen der Handelsstadt Kilwa Kivinje geht es zurück zu unserem Lieblingsstrand Kimbiji Beach, hier kann man einfach am besten den ganzen Tag im Wasser planschen! Getanzt wurde in der Bar auch wieder bis zum Sonnenaufgang und wir verfeinerten unseren Hüftschwung.
.
.
Ausflug nach Mafia Island :
Mein Geburtstagsgeschenk, wie schön Chiara begleitete mich, während Robert an der Kimbiji Bar chillte, mit Hund und Katze. Der coole Flug in der kleinen Cessna war leider schon nach 30 Minuten vorüber und wir schätzen uns überglücklich dass uns Kitu Kiblu den direkt am Strand gelegenen Bungalow gegeben hat, und von der Hängematte mit Aussicht ging es gleich an die Strandbar und wir genossen den lustigen Abend mit den Besitzern, Praktikanten, Studenten und anderen Gästen, bevor es am nächsten Morgen los ging: Nach einem ausführlichen Briefing im Umgang mit den Walhaien kletterten wir bei stürmischer See in die Dhow. Glücklicherweise war unser Magen schaukelfest und das Glück war auf unserer Seite trotz des hohen Wellengangs und der vielen Quallen auf offener See: Man kann es nicht beschreiben was für ein sinnliches und magisches Gefühl einen beschwingt sobald man ins Wasser taucht und direkt vor einem dieser riesige friedliche Gigant ( ca. 4-9m lang waren unsere ) der Meere auftaucht und einen begleitet.
Am nächsten Tag vor dem Rückflug durften wir im Marine Park noch die farbenfrohe und Fischreiche Unterwasserwelt erschnorcheln ! Ein traumhafter Park, sehr zu empfehlen ! Robert empfing uns am kleinen lokalen Flughafen in Dar Es Salam mit Spaghetti und wir blieben gleich dort über Nacht.
.
.
Herzlichen Dank an Kitu Kiblu für dieses wundervolle Erlebnis und die verantwortungsvolle Begegnung mit den Walhaien und das geteilte Wissen !
Insgesamt 5 Wochen haben wir am Strand verbracht im heißen und feuchten Klima. Tanzanias Küste ist ein Traum !
.
.
Egal wie früh man los fahrt, Dar Es Salam ist Verkehrschaos pur, man kommt nicht vorwärts und wir mussten 1x übernachten am Sisalfeld bevor wir versuchten nach heftigem Gewitterregen den Amani Forest Reserve in den östlichen Usambarabergen zu erreichen. Keine Chance bei der roten Schmierseife und umdrehen klappte nur dank der Sandbleche. Reichlich Schlammbeschmaddert fuhren wir dann doch bei Regen durch in die westlichen Usambaraberge auf einer mit fantastischen Ausblicken gespickten Serpentinenstrasse hoch auf ca.1890m – in die artenreiche Gegend der Irente Farm. Im dortigen Zauberwald suchten wir bei Nebel die Usambara-Chamäleons.
.
.
Wasserfälle, Wälder, Moos, Farne, Blumen, Milchfarmen, Baumriesen und der Irente Viewpoint liesen uns verzückt stundenlange Wanderungen unternehmen bevor wir im alten Farmhaus uns am Feuer aufwärmten und uns durch die Farmprodukte schlemmten.
.
.
Und es ging wieder abwärts ins Tal mit Stop im schönen alten Städtchen Lushoto (früher Wilhelmstal) Richtung Lake Jupe, kurz vor der kenianischen Grenze, wo wir den ersten Kilimanjaroblick zum Sundowner erlebten mit frischem Tilapia vom Strassenmarkt. Vorbei an Moshi nach Arusha, immer mit freiem Blick auf den Kili ( 5895m )- und der richtigen Musik dazu – erreichten wir den Arusha Nationalpark mit Blick auf den Vulkan Mount Meru ( 4562m ). Leider war wie befürchtet der Eintrittspreis unbezahlbar (trotz vieler emails zum Parkmanagement) sodass wir losfuhren auf der Ringstrasse einmal aussenrum und 3 Nächte bei den Maasai verbrachten. Diese haben ein tolles Communitycamp und wir waren Teil der Rinder und Ziegenherde und hatten fleissige Mitleser.
.
.
Mit Blick auf Mount Meru machten wir uns auf den Weg nach Tengeru, denn im dortigen “Tony’s Cafe” trafen wir unsere Freundin Isabelle aus Namibia. 24 Stunden verbrachten wir dort lachend mit leckerem Essen, Besuch des Wochenmarktes und einem Ausflug an den Kratersee Duluti.
.
.
Mit Stopover des Meserani Snakeparks und einem Suchmarathon von Dichtungsband für den LKW in Arusha fuhren wir wieder hoch an den Lake Manyara in das Migamboni Camp. Teuer, aber wir entspannten herrlich am Pool mit fantastischem Ausblick auf den davor liegenden Manyara See und Nationalpark. Nach G&T’s und den Baobab umarmen schraubten wir uns ganz hoch die Abbruchkante des Rift Valley an den Aussichtspunkt und weiter bis kurz vor das Gate des Ngorongoro Crater NP. Wie auch sonst, unerschwinglich und wir beschlossen am nächsten Tag dieser sehr touristischen Gegend den Rücken zu kehren. Alles überteuert, viele Verkäufer (aber sehr freundlich), und alles voller Safarifahrzeuge !
Sogar die Wiegebrücke wollte uns 2000 US$ abknöpfen weil wir wie die 2,5 Monate davor auch auf die Auskunft der Grenzbeamten verließen wir müssen da nicht drauf, zumal eh kein Schild da war. Mit kreativem Verhandlungsgeschick wurde die Strafe erlassen.
.
.
.
Zum Glück stoppten wir noch in einer sehenswerten Art Gallery und dann im Jambo Cafe wo wir beim Bao Spielen den lieben Tourguides Jackson trafen… und naja, es sollte dann doch so sein, und Chiara und Robert fuhren mit ihm in den Tarangire Nationalpark, der vorher gar nicht auf unserem Radar war. Ich (Robert) habe dann, wenn auch weit weg und unscharf, meinen ersten Leoparden nach 24 jähren Afrika gesehen …. JUHUUU!
.
.
.
.
Ein schöner Wildspot zum schlafen mit Blick auf den Vulkan Mount Hanang ( 3420m Höhe ), nachdem die Plätze am See alle unter Wasser waren.
.
.
Und am nächsten Tag doch noch einen tollen Platz zum schlafen am See gefunden nach einer langen Ruckelfahrt durch Pothole Strassen und über vieeele Speedbumps vorbei an Seen, Hochebenen, Reisfeldern und Bananenplantagen.
.
.
Wir hatten als wir in Kilwa waren Deus (Student in Dar es Saalam) kennengelernt. Er bot uns an in seinem Haus in Mwanza am Lake Victoria ein paar Tage auszuspannen. Das hat uns riesig gefreut, da wir dort eine richtige Waschmaschine hatten. Wir durften uns sogar seinen Wagen ausleihen. Da die Anfahrt mit dem LKW recht schwierig war (vertraue niemals blind dem Navi😊!), kam uns das sehr entgegen, da wir hier unseren Covid Test machen mussten und die Tierpermits für Uganda organisierten. Ein Riesen Dankeschön an Deus !!! Das Haus kann man übrigens auf AIRBNB für 12US$pp mieten (Karibu Redbricks House in Mwanza).
.
.
Den letzten Tag wollten wir eigentlich in Bukoba verbringen um noch einmal einzukaufen, entspannen und dann früh los Richtung Grenze. Allerdings ist die Stadt recht chaotisch und wir fanden keinen Platz wo wir übernachten konnten, da der Lake Victoria Hochwasser hatte. Ein ganzes Stück weiter Richtung Grenze sind wir in einen kleinen Weg eingebogen und sind irgendwann auf eine Schule mitten im Wald gestoßen. Es wurde uns erlaubt über Nacht zu bleiben und wir hatten ziemlich viel Spaß! Am nächsten Morgen gab es eine kleine Führung inklusive Fahnenappell 😉. Eine tolle Landschaft, sehr nette Menschen, und ein wunderschöner Sonnenaufgang, was für ein fantastischer Abschluss im wunderschönen Tanzania!