2.9. – 15.9. (1.789km)

Im Sauseschritt quer durch Tansania wieder alles zurück Richtung Namibia – denn die Grenze nach Äthiopien bleibt zu. 3 Monate haben wir in Kenia verbracht mit abwarten und herumtelefonieren: keine Möglichkeit der Reise per Landweg Richtung Norden. Kein Verschiffen möglich wegen unfassbar explodierten Preisen, Rechtslenker und Verhalten des deutschen Zolls zur Einfahrt des LKW’s. LKW stehen lassen nicht möglich wegen fehlendem Carnet de Passage. Somit ab nach Namibia, LKW abstellen und dann halt doch per Flugzeug nach Europa.
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Nachdem wir sehr entspannt über die Grenze kamen haben wir uns spontan entschieden am T-Anschluss rechts abzubiegen, damit wir sagen können, wir sind einmal komplett um den Kilimandscharo rumgefahren. Kurz nach der Grenze haben wir einen Wildspot zum Schlafen gefunden und ich habe erst einmal fleißig Vulkansteine eingesammelt, um einen Grill damit zu bauen.
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Am nächsten Tag sind wir auf die Simba Farm gefahren die westlich direkt am Berg (Kili) liegt und mit Blick auf den Mt. Meru. Obwohl Tiere dort nicht erlaubt sind durften wir uns irgendwo auf der Farm umsonst hinstellen. Was für eine grandiose Aussicht. Rudi, der Vater des Farmverwalters ist ein alter Missionar und kam uns öfter besuchen, um über Namibia zu sprechen. Dabei stellte sich heraus, das er einige Bekannte von uns noch kennt als er dort lebte … eine kleine Welt (wie schon so oft erlebt). Im Farmstall haben wir uns erst einmal gut mit Gemüse eingedeckt und ich bin los um den Fuhrpark zu inspizieren. Ich fand einen alten Land Rover der zwischen den Sitzen einen Schweißtrafo eingebaut hat, angetrieben vom Motor …. und das noch alles original von Land Rover!
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Nach drei Nächten sind wir dann südlich runter nach Tengeru um noch einmal in dem schönen Café zu stoppen, wo wir schon auf der Hintour waren. Hatten super schöne Stellplätze zum Übernachten gefunden und sind an vielen Baobab’s vorbeigekommen Richtung Dodoma.
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Im River Valley Camp haben wir uns endlich mal Zeit genommen wie in ganz Ostafrika die Ziegelsteine produziert werden. Erst wird mit Wassereimern die Lehmerde weich gemacht, dann ausgeholt. Dann wird sie etwas geknetet und in die Holzformen gepresst. Nachdem sie an der Luft getrocknet sind, wird der Ziegelofen gebaut und über Tage befeuert mit Holz. Das alles bei weit über 30 Grad und alles per Hand!
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Über Mbeya ging es dann weiter zur Utengele Coffee Farm wo wir Silvia und Markus kennengelernt haben, die sich eine Auszeit von der Arbeit gönnen. Wir hatten eine schöne und zu kurze Zeit. Wollten uns aber ev. wieder treffen. Da wir nicht über die Horrorgrenze in Tunduma wollten, haben wir Kontakt zum kleinen Grenzposten bei Kasesya hergestellt und es wurde uns versichert, wir können dort nach Sambia überwechseln. Die Anfahrt begann mit einer nagelneuen Teerstraße, welche in den Dörfern alle 100m einen aggressiven Speedbump eingebaut bekam und wir jedes mal in den 1. Gang runterschalten mussten und somit kaum vorwärtskamen. Dazu kamen viel zu viele neue Verkehrsschilder. Da hat bestimmt eine Entwicklungshilfe weder zu viele Geld ausgeben müssen, denn Verkehr war gab es kaum. Zum Glück war die Sandstraße westlich rüber ein absoluter Traum und wir fanden einen idyllischen Wildspot zum Übernachten wie auch die Plätze vorher waren die Dorfbewohner äußerst freundlich und nicht aufdringlich.
An der Grenze musste der Officer erst aus dem Dorf kommen. PCR Test brauchen wir hier nicht und der Quicktest war kostenlos. Während wir warteten dass der Herr kommt, haben wir in aller Ruhe gefrühstückt.